Dichter, Bühnenautor, Pastor...
Ludwig Wilhelm VOELTZEL (1860 – 1928),
Dichter, Bühnenautor, Pastor,
Mitbegründer des «deutschen Seemannsheim»
und der «Kopenhagener Zeitung».
Vor 80 Jahren, am 7. Dezember 1928, ist in Kopenhagen dieser elsässische Dichter und Bühnenautor gestorben. Er war ein begabter Dichter und eine vielfaltige Persönlichkeit.
Der Lebenslauf.
Am 12. Oktober 1860 zu Bischweiler, wie später auch Claude VIGEE geboren, besuchte der junge VOELTZEL zuerst das Collège seiner Vaterstadt und dann das Gymnasium in Haguenau. Von 1881 bis 1886 studierte er protestantische Theologie in Strassburg. Nach bestandener Staatsprüfung wurde er zum Vikar der lutherischen Gemeinde von Schiltigheim ernannt. Im Herbst 1886 kam er in der Eigenschaft als Pfarrverwalter nach Diedenhofen (Thionville), wo er eine Kirche bauen liess und 42 kleine Gemeinden verwaltete. Am 14. April 1894 wurde der Dichter zum Pastor der deutsch-reformierten Kirche in Kopenhagen gewählt. In seinem Wirkungskreise entfaltete VOELTZEL eine grosse Tätigkeit in sozialer Fürsorge. Er ist Mitbegründer des deutschen Seemannsheims (Foyer des marins), des deutschen Hilfevereins (association caritative) und der Kopenhagener Zeitung, die damals die einzige deutsche Zeitung Skandinaviens war. Bis 1903 war er der Hauptredaktor dieser Zeitung und als solcher hat er sich stets bestrebt, eine Aussöhnung zwischen den Deutschen und den Dänen herbeizuführen. Er ist in Kopenhagen gestorben. Fortsetzung in HEIMET n° 176
